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Brief vom 17.09.1944

Jablunkau, den 17.9.44

Meine lieben Eltern u. liebe Ilse!

Heute zum Sonntag will ich Euch wieder ein paar Zeilen zukommen lassen. – Ich liege noch in der Heilstube, obwohl ich schon wieder kerngesund bin. Na, mir soll’s recht sein. Soeben haben wir gefrühstückt. Semmeln, Marmelade und Butter. Es hat prima geschmeckt. – Nun habe ich Euch doch im letzten Brief geschrieben, daß wir vielleicht am 26.9. entlassen werden. Daraus wird nun leider nichts. Ein Zug unserer Abteilung kommt morgen in Einsatz. Es ist wahrscheinlich der 2. Zug. Der 1. Zug, wo ich bin, muß zur Bewachung des Lagers da bleiben. Na, die Hauptsache ist, daß wir überhaupt entlassen werden. – Gestern war ich mit noch einem Arbeitsmann aus der Heilstube Pilze sammeln. Wir haben aber nicht einen gefunden. Es war sehr schön, wieder einmal unter Gottes freiem Himmel alleine in der Gegend herum zu spazieren. Ich glaube, so schön wie ich es im RAD. habe, hat es niemand gleich. –

Nun wüßte ich nichts weiter zu berichten. – Das Päckchen ist noch nicht da. Habt ihr schon meinen „Weißen Traum“ abgeschickt?

Ich wünsche Euch nun noch alles Gute, bleibt recht gesund und seid vielmals herzlichst gegrüßt von Eurem

                                                                                           Wolfgang

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Stand: 21.10.02